High Performance Sports Podcast
Der High Performance Sports Podcast richtet den Blick auf das, was im Leistungssport wirklich zählt: die Menschen hinter den Leistungen. In jeder Folge sprechen Tilman Huber und Ole Jan Kappmeier mit Trainer:innen, Athlet:innen und Entscheider:innen darüber, wie High Performance entsteht – nicht nur auf dem Platz, sondern auch in Kultur, Verhalten, Führung und persönlicher Entwicklung.
Wir gehen dorthin, wo Spielsportarten oft zu kurz greifen: zu den Fragen nach Identität, Energie, Teamdynamik und den Strukturen, die Spitzenleistungen überhaupt erst möglich machen. Unsere Gäste teilen ihre Erfahrungen aus Bundesliga, Nationalteams und internationalen Wettbewerben, erzählen von Erfolgen und Rückschlägen und geben Einblicke in das, was sie bewegt.
Der Podcast richtet sich an alle, die moderne Führung im Sport verstehen wollen. An Trainer:innen, Führungskräfte, Spieler:innen.
Hört rein und lasst euch inspirieren.
High Performance Sports Podcast
#45 Susanna Brenske - Golf verzeiht keine Fehler
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Ein verzogener Abschlag – und das ganze Wochenende ist gelaufen. Kaum Chancen auf ein Comeback, kein nächster Satz, keine zweite Halbzeit. Golf ist damit vielleicht die unbarmherzigste Sportart überhaupt.
Susanna Brenske kennt diesen Druck genau. Die Golf-Nationalspielerin vom Golfclub Falkenstein wechselte mit 14 Jahren vom Leistungsbadminton zum Golf und zählt heute zu den konstantesten deutschen Amateurinnen: Vizemeisterin bei der Internationalen Amateurmeisterschaft, Platz 13 bei der Einzel-Europameisterschaft, Top 10 bei den Spanish Ladies. In dieser Folge erklärt sie, warum ein Golf-Wettkampf zu großen Teilen im Kopf entschieden wird, lange bevor der erste Ball fliegt.
Im Gespräch erzählt Susanna, wie sie sich in den entscheidenden Löchern eines Finales bewusst auf ihre eigene Leistung fokussiert statt auf die Konkurrenz, welche Routinen verhindern, dass zu viel Nachdenken zur mentalen Abwärtsspirale wird, und warum sie nach jeder Runde 20 bis 30 Minuten braucht, um vom emotionalen auf den analytischen Modus umzuschalten.
Außerdem geht es um die knallharte Ökonomie des Wegs vom Amateur- in den Profibereich – eine Profisaison kostet schnell 40.000 bis 50.000 Euro, ganz ohne Sponsoren kaum zu stemmen –, um die Rolle des Team Hamburg, um das Imageproblem als Elitesport und was sich strukturell ändern müsste, damit mehr Kinder Zugang finden und natürlich was Susannas Lieblingsplätze sind.
Eine Folge über die unsichtbare Seite des Golfsports – den, der zwischen den Schlägen im Kopf passiert.